12.06.2011

„Stipman philosophiert“ VI.

Diesmal: Eine Runde Dostojevskij nacherzählt…

Zur Zeit der Inquisition in Spanien, das ist da wo man spanisch spricht, wurden die bösen Menschen, also alle die keine guten Katholiken waren, was meint alle die Hexen, Kiffer oder Triper waren, was meint manche die Juden, Protestanten, oder Evangelikale waren, was wiederum meint manche die zu einflussreich waren, hätten werden können, oder einmal gewesen sind, auf eine für ihre armen, verloren Seelen reingende Art, die nebenbei sehr schmerzvoll und so auch abschreckened war, verbrannt.

Die Inquisition wurde unter allen Völkern vor allem von den polnischen Katholiken ausgeübt. Ihr Stifter, Walter Sobchack, hatte sie ins Leben gerufen, als er das poln.kath. Dogma „You see whats happen, when you fuck a stranger in the ass, Larry“ begründete, in dem er mitten in L.A. das Automobil eines Latinos mit einer Brechstange demolierte, wo er doch eigentlich den kleinen, seiner Meinung nach vom Teufel besessen Larry eine auswischen wollte. Dass das alles mit Walters antisemitischen Komplexen, seiner Vergangenheit in Vietnam, und seiner jüdischen Ex-Frau Cynthia zu tun hatte, leugnen die polnischen Katholiken bis heute.
Stattdessen bestehen sie darauf, dass die Nordvietnamesen von Teufel bessesen sind und waren und Larry ihr geheimer Anführer ist. Außerdem leugnen sie Sobchacks jüdische Vergangenheit und Eheschließung und behaupten gleichzeitig keine Antisemiten zu sein, da sie wissen, dass Sobchak zu Lebzeiten jeden solchen mindestens ein Ohr abgebissen hat…

Eines Tages kam der „Dude“ nach Spanien und gründete die Religion des Dudeismus, indem er die Domain „www.Dudeism.com“ erwarb und sich als eine Inkarnation des Messias ausgab. Die polnischen Katholiken jedoch zeigten sich gegenüber den Dudeisten als höst untollerant und da viele, wenn nicht alle mit dem poln.-kath. Dogma „Bei fünfundzwanzig Kilometer roll ich mich raus, Dude“ bekannt waren, hatte die Inqusition ein neues Opfer gefunden…

Der Dude wollte ihnen in langen platonischen Dialogen klar machen, dass ihre Religion, also der polnische Katholizismus, in Wahrheit vor tausenden Jahren den Vietnam-Krieg missinterpretiert hatte. Außerdem erklärte er ihnen er sei der verschollene Jeffrey Lebowski, der in ihrer Lehre mit Walter, der nach seiner Interpretation aus erster Hand, immer auf seinem Judentum bestanden hätte, und Donnie, der griechischer, also nicht poln.-kath. Herkunft gewesen sei, die heilige poln.-kath. Dreieinigkeit bildete. Die polnischen Katholiken leugneten aber alles ab und verboten das Anmieten kleiner, billiger und runtergekommener Apartments im Großraum L.A., den Besitz von Teppichen die das Zimmer erst richig gemütlich machen, alte Autos mit braunen Rostspenklern, „White Russians“, Kassetten mit Wahlgesängen, das Aufzeichnen von Bowling-Liga-Spielen und das Schlimmste, damals schon – Cannabis.
Danach stellten sie den Dude vor ein Gericht…

Seine letzten Worte wurden von den Dudeisten, die in die Katakomben gingen, wie folgt bis heute überliefert. Auf die Frage „Dude, why do you use that many cusewords?“, gab er verwegen wie er war zurück – „What the fuck are you talking about?“ und man lies ihn gehen.

Notadum:
Ich gebe zu, ich habe diese Geschichte von dem alten Fjodor gestohlen und bekenne mich in allen polnisch-katholischen Anklagepunkten für schuldig. Amen…es lebe die polnisch-katholische Inquisition! P.S. Ich bin selbst polnisch-katholisch getauft.

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